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Das Kernstück der Arbeit des Notars ist die Beurkundung von Willenserklärungen, also das Verlesen und Unterzeichnen von Verträgen oder Testamenten, Erklärungen und eidesstattlichen Versicherungen. Obgleich ihr der Entwurf der Urkunde und die Beratung vorausgegangen sind und vielfältige Abwicklungsarbeiten folgen, steht die Beurkundung im Mittelpunkt der notariellen Tätigkeit. Hier ist der Zeitpunkt, in dem letzte Fragen angesprochen und noch offene Regelungslücken (etwa der Zeitpunkt der Übergabe einer Wohnung) geschlossen werden, obwohl es natürlich besser ist, alle relevanten Fragen sind bereits vorher geklärt.

Die Beurkundung

Die notarielle Urkunde genießt einen ganz besonderen Status, der weit über den privat geschlossenen Vertrag hinausgeht. Der Inhalt ist von einem spezialisierten Juristen entworfen worden, über den Vertragsschluss, seinen Zeitpunkt, die Identität und die Geschäftsfähigkeit der Unterzeichnenden gibt es keinen Zweifel. Irrtümer werden so praktisch ausgeschlossen, es herrscht Rechtssicherheit. Zudem kann sich ein Schuldner in der Urkunde der "sofortigen Zwangsvollstreckung" unterwerfen. Dies klingt schlimmer als es ist und geschieht regelmäßig bei der Bestellung von Grundschulden und Hypotheken für Banken zur Finanzierung des Kaufpreises einer Immobilie. Die Unterwerfung bedeutet, dass der Gläubiger (etwa die Bank) im Falle der Nichtzahlung der Darlehensraten unmittelbar den Gerichtsvollzieher mit der Pfändung von Gegenständen beauftragen oder die Zwangsversteigerung des Grundstücks veranlassen darf. Ein teures Gerichtsverfahren, dessen Kosten der Schuldner außerdem zu tragen hätte, entfällt somit. Damit steht die notarielle Urkunde auf einer Stufe mit dem gerichtlichen Urteil.

Auch ein notarielles Testament erspart im Normalfall die Durchführung des kostspieligen und zeitraubenden Erbscheinsverfahrens, eine notarielle Vorsorgevollmacht erlaubt sogar die Aufnahme von Darlehen (etwa zur Sanierung des Familienheims) und die Verfügung über Immobilien. Im Bereich der Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, AG) und beim Grundstückskauf ist die Beteiligung des Notars Pflicht, bei der Gründung von Personengesellschaften (z.B. KG, OHG) kann sie späteren Streit vermeiden helfen.